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Author Topic: Interessante Kritik zur gängigen Evolutionstheorie  (Read 3725 times)

PokerQueen

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Interessante Kritik zur gängigen Evolutionstheorie
« on: 16. October 2007, 14:35:13 »

Den Artikel hab ich mal im netz gefunden....weiss leider nicht mehr wo.  :-\
Was sagt ihr zu dem Artikel?


Von Michel Mortier

Im Jahr 1347 stieg eine Anzahl höchst
unappetitlicher Passagiere aus den Segelschiffen,
die den regen Handel zwischen
den europäischen und den
fernöstlichen Märkten bedienten. Die
Passagiere waren klein, hässlich und
tödlich. Sie sassen im Fell von Ratten
und führten eine grauenhafte Fracht mit
sich, die den Namen yersinia pestis trug.
In die Geschichte ging yersinia als die
Schwarze Pest ein.
Man muss es ihr lassen: Die Pest ging
demokratisch vor. Der soziale Status ihrer
Opfer kümmerte sie nicht. Aristokraten,
Kirchenmänner, Handwerker, Reiche
und Arme wurden binnen zwei bis
fünf Tagen dahingerafft. Es gab weder
Schutz noch Gegenmittel. Innerhalb
von fünf Jahren erreichte sie sämtliche
Länder Europas. Sie tötete 25 Millionen
Menschen –ein Drittel der europäischen
Bevölkerung.
Die verzweifelten Menschen versuchten
alles, um ihre Haut zu retten. Die Gesellschaft
anderer wurde gemieden,
Kranke ihrem Schicksal überlassen. Verwandtschaft,
Freundschaft, soziale Zugehörigkeit
verloren ihre Bedeutung.
Die einen fasteten und geisselten sich,
um «den Zorn Gottes» abzuwenden. Andere
plünderten und vergewaltigten, wo
sie konnten, oder sie versuchten, den
Schrecken durch eine masslose Völlerei
zu verdrängen. Die schlimmsten Exzesse
wurden von Fanatikern verübt, die
Sündenböcke für die vermeintliche Strafe
suchten und sie natürlich auch fanden
– bei den Juden und bei den Zigeunern,
die daraufhin zu Tausenden ermordet
wurden.

Der Pest folgte ein Gesellschaftswandel
Die Epidemie erschütterte die soziale
Struktur der Gesellschaft. Die traumatisierten
Menschen verloren das Vertrauen
in die traditionelle aristokratische
und kirchliche Führung. Allmählich
wurde es auch dem Einfältigsten klar,
dass die Macht der Hochwohlgeborenen
begrenzt sein musste, wenn diese sich
nicht einmal selbst helfen konnten und
genau so schnell starben wie die ärmsten
ihrer Untertanen.
Ein tiefgreifender Wandel vollzog sich
in der europäischen Gesellschaft. Derjenige,
der überlebte, schrieb seine Rettung
den eigenen Kräften zu. Es war eine
Erkenntnis, die tief in das kollektive Unbewusste
eindrang und dort unaufhörlich
weiterwirkte, mit dem Ergebnis,
dass zahlreiche Individuen mit der eigenen,
physischen Stärke auch ihre geistige
Freiheit entdeckten.

Reformation und Revolution
Nach dem Abklingen der Seuche riss die
Aristokratie und mit ihr die Kirche die
Macht wieder an sich, doch die Auflehnung
gegen die physische und geistige
Korruption der organisierten Macht war
nicht mehr zu bremsen. In der Kirche
hinterfragten rebellische Priester die
Autorität der Kirche, was zuerst zu ihrer
Hinrichtung, im 16. Jahrhundert aber
zur Reformation führte. In der Wirtschaft
entstand eine wohlhabende Bürgerschaft,
die der Aristokratie erfolgreich
Privilegien abrang, was dann im 18.
Jahrhundert zu den amerikanischen
und französischen Revolutionen und
schliesslich zur modernen Demokratie
führte. Eigenwillige Intellektuelle und
Künstler unterstützten diese Entwicklungen
und schufen die Renaissance, die
in die Aufklärung überging, welche den
Weg in die Moderne vorbereitete.

Kultur und Wissenschaft
Die geistige Selbstständigkeit entlud
sich in einer enormen Kreativität. Knapp
einhundert Jahre nach der Pest erfand
Johann Gutenberg das moderne Druckverfahren
und beschleunigte damit die
geistige Revolution. Die mathematischen,
astronomischen und medizinischen
Schriften arabischer Wissenschaftler
wurden übersetzt, wobei man
verloren geglaubte Schriften der Antike
wiederfand. All dies wurde gedruckt und
verbreitet und führte zur modernen Wissenschaft.
Der aufkommende Individualismus
prägte das geistige Leben und damit
auch die Wissenschaft, die einen wachsenden
Einfluss auf die Gesellschaft ausübte.
Den Anfang machte die Chemie,
ihr folgte die Physik und mit der bahnbrechenden
Arbeit Darwins über die
Evolution der Arten stieg vor nunmehr
hundertfünfzig Jahren die Biologie in
die wissenschaftliche Arena. Ende des
19. Jahrhunderts entstand die Mikrobiologie
und ab Anfang des letzten Jahrhunderts
die Gentechnik, die Kybernetik
und die Molekularbiologie. Die Biologie
wurde zur Königin der Wissenschaften.


Darwinismus und Neodarwinismus
Die Verbindung der Evolutionslehre mit
der Vererbungslehre des Mönchs und
Amateurbotanikers Gregor Mendel
führte um 1930 zum sogenannten Neodarwinismus.
Diese noch heute gelehrte
Theorie basiert auf drei Thesen.
1) Bei der Vererbung entstehen zufällige
Mutationen, die in Verbindung mit einer
nicht zufälligen, kumulativen Selektion
der «Tüchtigsten» zur Evolution der
Arten führt. Da der Zufall eine bedeutende
Rolle spielt, betrachten die Darwinisten
die Evolution als «blind».
2) Die Evolution entwickelt sich langsam
und schrittweise über lange Zeiträume
hinweg. Dabei entstehen immer komplexere
Arten.
3) Der Prozess wird durch Gene gesteuert,
die zusammen ein Ganzes (das Genom)
ergeben. Jedes Lebewesen besitzt
ein einmaliges Genom.
Bis zu den letzten Dekaden des 20.
Jahrhunderts waren diese Thesen eine
verständliche Interpretation der wissenschaftlichen
Beobachtungen. Die Verbindung
vom Glauben an die Allmacht
der Wissenschaft mit der kommerziellen
und politisch-ideologischen Interpretation
von Darwins Evolutionslehre hatte jedoch
verheerende soziale und politische
Folgen. Darwins Theorie wurde seit 1859
mit einem Zynismus sondergleichen als
eine wissenschaftliche Rechtfertigung
für die Ausbeutung des Menschen und
der Natur missbraucht: von den Kolonialmächten
gegen die Völker Asiens und
Afrikas, von den Industriebaronen gegen
ihre Arbeiter und von den europäischen
Einwanderer gegen die nordamerikanischen
Indianer. Am grausamsten zeigte
sie sich im 20. Jahrhundert, als die Nazis
gegen «minderwertiges Leben» vorgingen
und an den Bahnrampen der Konzentrationslager
Menschen in «Taugliche
» oder «Untaugliche» selektionierten,
wobei die «Untauglichen» sofort in
die Gaskammern wanderten.

Gewinner und Verlierer
Leider finden wir die gleiche Mentalität
noch heute in verschiedenen Teilen der
Welt, sogar in Ländern, die sich Demokratien
nennen. Es wird dann von «minderwertigen
» Palästinensern, Tschetchenen,
Arabern oder Moslems gesprochen.
Die Bombardierung von unschuldigen
Frauen, Männern und Kindern,
deren Tod zynisch als «Kollateralschaden
» bedauert wird, ist nur ein Resultat
dieses Denkens. Wir erkennen den Darwinismus
aber auch in der subtileren
Tendenz, Mitmenschen als «Verlierer»
und «Gewinner» zu klassifizieren.
Der Darwinismus gab dem sich seit
dem 15. Jahrhundert entwickelnden Individualismus
eine fatale Wende, die
sich zuerst in einem Verfall religiöser
Werte zeigte und dann zu einem Verlust
ethischer und moralischer Normen
führte. Diese Auswirkungen sind als
«Dschungelmentalität» bekannt, was eigentlich
eine Beleidigung der Tierwelt
ist. Die Moloch-Theorie ist ein besserer
Name. Er widerspiegelt die Behauptung
der Neodarwinisten, dass der Egoismus
des Menschen genetisch vorprogrammiert
sei: Er wird sich selbst immer an
erste Stelle setzen, seine Familie an
zweite, seinen Fussballverband an dritte
und den Rest der Welt – mit grossem Abstand
– an die letzte Stelle.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts
setzt sich jedoch dank einer bahnbrechenden
biologischen Forschung eine
ganz andere Sicht der Evolution durch,
die nichts mit jener biblischen Version zu
tun hat, die von den religiös verbrämten,
konservativen amerikanischen Fundamentalisten
verkündet wird und in den
Schulen einiger US-Staaten sogar als die
ausschliessliche Wahrheit gelehrt wird.

Drei Wege der Evolution
Die ersten Lebewesen, die in den heissen
Tümpeln unseres Planeten entstanden,
waren die sogenannten Prokaryoten,
einzellige Bakterien ohne einem Zellkern.
Kurz danach entwickelten sich die
Einzeller mit Zellkern, Eukaryoten oder
Amöben genannt.
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Interessante Kritik zur gängigen Evolutionstheorie Teil2
« Reply #1 on: 16. October 2007, 14:35:51 »

n den vergangenen dreissig Jahren
hat die mikrobiologische Forschung drei
Hauptwege ermittelt, wie aus diesen
zwei winzigen Lebensformen im Laufe
von dreieinhalb Milliarden Jahren die
gesamte Vielfalt der Arten entstand (Capra,
1999).
1.) Die Zufallsmutation der Gene
Die Mutation, sprich Veränderung, entsteht
durch einen Fehler beim Vorgang
der Selbstverdoppelung der DNS. Schätzungen
zeigen, dass diese zufälligen
Fehler einmal unter mehreren hundert
Millionen Zellen in jeder Generation
entstehen. Entgegen bisheriger Annahmen
scheint diese geringe Häufigkeit
nicht auszureichen, um die grosse Vielfalt
von Lebensformen zu erklären, insbesondere
wenn man bedenkt, dass die
meisten dieser Fehler den Tod des neuen
Organismus bedeuten. Entgegen der
neodarwinistischen Theorie ist also die
Zufallsmutation evolutionstechnisch
eher ein unbedeutender Faktor.
2.) Der Austausch von Genmaterial
1954 bewies Ryan (Ben-Jacob, 1998),
dass genetische Veränderungen auch
ohne Reproduktion stattfinden können.
Er verabreichte Bakterien auf geradezu
sadistische Art eine unverdaubare Nahrung,
so dass sich die Bakterien nicht vermehren
konnten. Zu seiner Überraschung
entstanden innerhalb kürzester
Zeit neue Mutanten, und zwar ohne Vermehrung,
welche die unverdauliche
Nahrung genüsslich verzehrten!
Damit hörten diese grausigen Experimente
mit unschuldigen Bakterien
nicht auf. 1984 führte J. A. Shapiro (Ben-
Jacob, 1998) ein ähnliches Experiment
durch, bei dem er den Bakterien zusätzlich
jene Gene entfernte, die den Bakterien
die Verdauung einer bestimmten
Nahrung ermöglichten. Dann verhöhnte
er sie noch, indem er ihnen grosse
Mengen dieser Nahrung vorsetzte.
Man stelle sich Shapiros Erstaunen
vor, als er nach zwei Tagen feststellte,
dass sich innerhalb dieser kurzen Zeit,
wieder ohne Vermehrung, Mutanten
entwickelt hatten, die in der Lage waren,
die Nahrung doch zu verdauen!
Diese unglaubliche Fähigkeit der Bakterien,
Teile ihrer Gene in einem globalen
Pool untereinander auszutauschen,
erklärt die Geschwindigkeit, mit der sich
ihre Widerstandsfähigkeit gegen Medikamente
ausbreitet. Unsere eigene Globalisierung
wirkt dagegen wie ein unbeholfenes.
3.) Die Symbiose
Der dritte Weg der Evolution ist das Resultat
einer Neigung verschiedener Organismen,
in engem Verbund miteinander
(und oft ineinander) zu leben. Dieser
erste Schritt zu den höheren Lebensformen
vollzog sich vor etwa 800 Millionen
Jahren, vielleicht dadurch, dass bösarti -
ge Bakterien in grössere Zellen eindrangen
und sich dort fortpflanzten. Bei diesem
Vorgang fanden wahrscheinlich
viele dieser Zellen den Tod und mit ihnen
die Einbrecher, doch einige der Eindringlinge
müssen angefangen haben,
mit ihren Wirtezellen zu kooperieren.
Im Laufe der Zeit überlebten dann nur
noch diese kooperativen Winzlinge, wobei
deren Nachwuchs sich nach und
nach zu einem permanenten Untermieter
entwickelte (Capra, 1999).

Kooperation statt Konkurrenz
In seinen Büchern zeigt Capra, dass die
Natur aus Netzwerken innerhalb von
Netzwerken besteht, in denen ein perfektes
Gleichgewicht zwischen dem Individuum
und der Gemeinschaft besteht.
Der Austausch der Gene und die
Symbiose wären ohne das Zusammenwirken
solcher aufeinander abgestimmten
Netzwerke nicht möglich.
Die oben skizzierten Forschungsergebnisse
lassen nur einen Schluss zu:
Der Motor der Evolution ist die Kooperation,
nicht der Konkurrenzkampf; Leben
besteht aus Zusammenarbeit, die Macht
des Stärkeren führt zum Tod. Wenn wir
diesen Grundsatz der Natur lernen, können
wir dem Darwinismus zu einer endgültigen
Bestattung in der Mottenkiste
der Geschichte verhelfen. Den Deckel
sollten wir fest verschließen.

 
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Interessante Kritik zur gängigen Evolutionstheorie Teil3
« Reply #2 on: 16. October 2007, 14:37:18 »

Darwinismus und Neodarwinismus
Die Verbindung der Evolutionslehre mit
der Vererbungslehre des Mönchs und
Amateurbotanikers Gregor Mendel
führte um 1930 zum sogenannten Neodarwinismus.
Diese noch heute gelehrte
Theorie basiert auf drei Thesen.
1) Bei der Vererbung entstehen zufällige
Mutationen, die in Verbindung mit einer
nicht zufälligen, kumulativen Selektion
der «Tüchtigsten» zur Evolution der
Arten führt. Da der Zufall eine bedeutende
Rolle spielt, betrachten die Darwinisten
die Evolution als «blind».
2) Die Evolution entwickelt sich langsam
und schrittweise über lange Zeiträume
hinweg. Dabei entstehen immer komplexere
Arten.
3) Der Prozess wird durch Gene gesteuert,
die zusammen ein Ganzes (das Genom)
ergeben. Jedes Lebewesen besitzt
ein einmaliges Genom.
Bis zu den letzten Dekaden des 20.
Jahrhunderts waren diese Thesen eine
verständliche Interpretation der wissenschaftlichen
Beobachtungen. Die Verbindung
vom Glauben an die Allmacht
der Wissenschaft mit der kommerziellen
und politisch-ideologischen Interpretation
von Darwins Evolutionslehre hatte jedoch
verheerende soziale und politische
Folgen. Darwins Theorie wurde seit 1859
mit einem Zynismus sondergleichen als
eine wissenschaftliche Rechtfertigung
für die Ausbeutung des Menschen und
der Natur missbraucht: von den Kolonialmächten
gegen die Völker Asiens und
Afrikas, von den Industriebaronen gegen
ihre Arbeiter und von den europäischen
Einwanderer gegen die nordamerikanischen
Indianer. Am grausamsten zeigte
sie sich im 20. Jahrhundert, als die Nazis
gegen «minderwertiges Leben» vorgingen
und an den Bahnrampen der Konzentrationslager
Menschen in «Taugliche
» oder «Untaugliche» selektionierten,
wobei die «Untauglichen» sofort in
die Gaskammern wanderten.

Gewinner und Verlierer
Leider finden wir die gleiche Mentalität
noch heute in verschiedenen Teilen der
Welt, sogar in Ländern, die sich Demokratien
nennen. Es wird dann von «minderwertigen
» Palästinensern, Tschetchenen,
Arabern oder Moslems gesprochen.
Die Bombardierung von unschuldigen
Frauen, Männern und Kindern,
deren Tod zynisch als «Kollateralschaden
» bedauert wird, ist nur ein Resultat
dieses Denkens. Wir erkennen den Darwinismus
aber auch in der subtileren
Tendenz, Mitmenschen als «Verlierer»
und «Gewinner» zu klassifizieren.
Der Darwinismus gab dem sich seit
dem 15. Jahrhundert entwickelnden Individualismus
eine fatale Wende, die
sich zuerst in einem Verfall religiöser
Werte zeigte und dann zu einem Verlust
ethischer und moralischer Normen
führte. Diese Auswirkungen sind als
«Dschungelmentalität» bekannt, was eigentlich
eine Beleidigung der Tierwelt
ist. Die Moloch-Theorie ist ein besserer
Name. Er widerspiegelt die Behauptung
der Neodarwinisten, dass der Egoismus
des Menschen genetisch vorprogrammiert
sei: Er wird sich selbst immer an
erste Stelle setzen, seine Familie an
zweite, seinen Fussballverband an dritte
und den Rest der Welt – mit grossem Abstand
– an die letzte Stelle.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts
setzt sich jedoch dank einer bahnbrechenden
biologischen Forschung eine
ganz andere Sicht der Evolution durch,
die nichts mit jener biblischen Version zu
tun hat, die von den religiös verbrämten,
konservativen amerikanischen Fundamentalisten
verkündet wird und in den
Schulen einiger US-Staaten sogar als die
ausschliessliche Wahrheit gelehrt wird.

Drei Wege der Evolution
Die ersten Lebewesen, die in den heissen
Tümpeln unseres Planeten entstanden,
waren die sogenannten Prokaryoten,
einzellige Bakterien ohne einem Zellkern.
Kurz danach entwickelten sich die
Einzeller mit Zellkern, Eukaryoten oder
Amöben genannt.
In den vergangenen dreissig Jahren
hat die mikrobiologische Forschung drei
Hauptwege ermittelt, wie aus diesen
zwei winzigen Lebensformen im Laufe
von dreieinhalb Milliarden Jahren die
gesamte Vielfalt der Arten entstand (Capra,
1999).
1.) Die Zufallsmutation der Gene
Die Mutation, sprich Veränderung, entsteht
durch einen Fehler beim Vorgang
der Selbstverdoppelung der DNS. Schätzungen
zeigen, dass diese zufälligen
Fehler einmal unter mehreren hundert
Millionen Zellen in jeder Generation
entstehen. Entgegen bisheriger Annahmen
scheint diese geringe Häufigkeit
nicht auszureichen, um die grosse Vielfalt
von Lebensformen zu erklären, insbesondere
wenn man bedenkt, dass die
meisten dieser Fehler den Tod des neuen
Organismus bedeuten. Entgegen der
neodarwinistischen Theorie ist also die
Zufallsmutation evolutionstechnisch
eher ein unbedeutender Faktor.
2.) Der Austausch von Genmaterial
1954 bewies Ryan (Ben-Jacob, 1998),
dass genetische Veränderungen auch
ohne Reproduktion stattfinden können.
Er verabreichte Bakterien auf geradezu
sadistische Art eine unverdaubare Nahrung,
so dass sich die Bakterien nicht vermehren
konnten. Zu seiner Überraschung
entstanden innerhalb kürzester
Zeit neue Mutanten, und zwar ohne Vermehrung,
welche die unverdauliche
Nahrung genüsslich verzehrten!
Damit hörten diese grausigen Experimente
mit unschuldigen Bakterien
nicht auf. 1984 führte J. A. Shapiro (Ben-
Jacob, 1998) ein ähnliches Experiment
durch, bei dem er den Bakterien zusätzlich
jene Gene entfernte, die den Bakterien
die Verdauung einer bestimmten
Nahrung ermöglichten. Dann verhöhnte
er sie noch, indem er ihnen grosse
Mengen dieser Nahrung vorsetzte.
Man stelle sich Shapiros Erstaunen
vor, als er nach zwei Tagen feststellte,
dass sich innerhalb dieser kurzen Zeit,
wieder ohne Vermehrung, Mutanten
entwickelt hatten, die in der Lage waren,
die Nahrung doch zu verdauen!
Diese unglaubliche Fähigkeit der Bakterien,
Teile ihrer Gene in einem globalen
Pool untereinander auszutauschen,
erklärt die Geschwindigkeit, mit der sich
ihre Widerstandsfähigkeit gegen Medikamente
ausbreitet. Unsere eigene Globalisierung
wirkt dagegen wie ein unbeholfenes.
3.) Die Symbiose
Der dritte Weg der Evolution ist das Resultat
einer Neigung verschiedener Organismen,
in engem Verbund miteinander
(und oft ineinander) zu leben. Dieser
erste Schritt zu den höheren Lebensformen
vollzog sich vor etwa 800 Millionen
Jahren, vielleicht dadurch, dass bösarti -
ge Bakterien in grössere Zellen eindrangen
und sich dort fortpflanzten. Bei diesem
Vorgang fanden wahrscheinlich
viele dieser Zellen den Tod und mit ihnen
die Einbrecher, doch einige der Eindringlinge
müssen angefangen haben,
mit ihren Wirtezellen zu kooperieren.
Im Laufe der Zeit überlebten dann nur
noch diese kooperativen Winzlinge, wobei
deren Nachwuchs sich nach und
nach zu einem permanenten Untermieter
entwickelte (Capra, 1999).

Kooperation statt Konkurrenz
In seinen Büchern zeigt Capra, dass die
Natur aus Netzwerken innerhalb von
Netzwerken besteht, in denen ein perfektes
Gleichgewicht zwischen dem Individuum
und der Gemeinschaft besteht.
Der Austausch der Gene und die
Symbiose wären ohne das Zusammenwirken
solcher aufeinander abgestimmten
Netzwerke nicht möglich.
Die oben skizzierten Forschungsergebnisse
lassen nur einen Schluss zu:
Der Motor der Evolution ist die Kooperation,
nicht der Konkurrenzkampf; Leben
besteht aus Zusammenarbeit, die Macht
des Stärkeren führt zum Tod. Wenn wir
diesen Grundsatz der Natur lernen, können
wir dem Darwinismus zu einer endgültigen
Bestattung in der Mottenkiste
der Geschichte verhelfen. Den Deckel
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